EPIDU Social Media Influencer Marketing | Die E-Book Buchpreisbindung hat keine Zukunft
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Die E-Book Buchpreisbindung hat keine Zukunft

Die E-Book Buchpreisbindung hat keine Zukunft

Im Verlagswesen herrscht eine brennende Diskussion über die Buchpreisbindung bei E-Books. In einer offiziellen Erklärung gilt das Gesetzt nun seit September 2008.

Meiner Meinung nach gibt es dafür nur eine Antwort: Nein zu Buchpreisbindung bei E-Books! Sie bremst die Entwicklung des E-Book-Marktes in Deutschland aus und schadet den deutschen Verlagen.

Im Grunde treffen hier zwei fremde Welten aufeinander. Das klassische Verlagswesen, dessen Wurzeln im „offline-Geschäft“ liegen (Verkauf von Büchern im Sortimentshandel), kommt in Berührung mit dem E-Book, dessen Vertrieb hauptsächlich im Internet stattfinden soll. Das Buchpreisbindungsgesetz, das eigentlich für ein materielles Gut konzipiert wurde, wurde 1:1 auf das E-Book übertragen. Es wird also kompliziert…

Zuerst betrachten wir mal die Argumente der Befürworter:

„Es wäre eine Entwicklung mit fatalen Folgen für alle, wenn die Verlage das anlaufende E-Book-Geschäft gleich mit Dumpingpreisen weit unter der Deckungslinie beginnen würden“ (Lübbe-Gruppe).

„Ohne Preisbindung könnten im Markt für E-Bücher oligopolistische oder gar monopolistische Strukturen entstehen, die sich auf die Vielfältigkeit und Verfügbarkeit des Angebots gedruckter Bücher auswirken würden“. (Börsenverein)

Das zentrale Problem bei zumindest diesen beiden Argumentationen ist, dass sie erstens von einem klassischen Vertriebsmodell (Verkauf von E-Books über ein Online-Shop) und einem nationalen Markt ausgehen.

Jetzt die Punkte, die meine These untermauern:

Wettbewerb
Im Internet gelten andere Gesetze! Wir haben hier eine ganz andere Wettbewerbssituation. Es herrscht ein internationaler Wettbewerb. Was spricht dagegen, dass deutsche E-Books aus dem Ausland angeboten werden, wo es keine Buchpreisbindung gibt. Damit wären deutsche E-Book-Anbieter, die am hiesigen Preisgefüge gebunden sind, benachteiligt gegenüber der ausländischen Konkurrenz.


Piraterie

Erstens, keiner ist bereit den selben Preis für ein E-Book zu bezahlen wie für eine Print-Ausgabe. Zweitens, mit hohen Preisen bremsen wir nur die Entwicklung des E-Book-Markts aus und fördern die Piraterie.
Das E-Book-Geschäft befindet sich in der einzigartigen Situation, dass es gerade „richtig“ anfängt. Es ist die Gelegenheit, das Bewusstsein der Kunden gegenüber E-Books positiv zu beeinflussen. Der Leser soll mit dem Begriff „E-Book“ nicht gleich an „teuer“ denken, sonst werden sie erst recht auf eine Raubkopie zurückgreifen.

Geschäftsmodell
Wir müssen weg von dem herkömmlichen Vertriebsmodell. Die Musikindustrie ist damit schon gescheitert. Was sicher ist, die Raubkopien werden kommen und mit immer günstigeren E-Book-Readern wird ihre Nachfrage steigen. Da wird auch kein DRM-Schutz helfen oder andere Aktionen gegen die Piraterie. Wir brauchen neue Geschäftsmodelle, die an das Internet angepasst sind und wovon alle Beteiligten wie der Kunde, die Verlage und insbesondere die Autoren profitieren. Das aber geht nur ohne die Buchpreisbindung.

Es bleibt spannend und am Ende gewinnt…

Liebe Grüsse

Hung



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