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Ich, der Autor, mein Charakter und Zahnpasta – Über das Eigenleben der Charaktere

Ich, der Autor, mein Charakter und Zahnpasta – Über das Eigenleben der Charaktere

Hi,

Heute sind Willi, der Charakter meines neuen Romans, und ich gemeinsam im Badezimmr gewesen und haben uns die Zähne geputzt. Während ich Willi so beobachte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich kenne Willi zu gut, er hat zu viel Eigenleben!
Die Zahnpasta am Mund noch nicht abgewischt, scheuchte ich ihn davon und setzte mich an meinen Roman, um meine Befürchtung zu überprüfen. Und tatsächlich: Der Roman, eigentlich sollte er ein fetziger Krimi werden, erzählt nur den – zugegeben- öden Alltag von Willi. Wie er im Bad steht, sich die Zähne putzt und danach einen leckeren Hackbraten zubereitet.
Ich raufe mir die Haare, das kann doch nicht wahr sein!
Und schon nahm ich den Rotstift zur Hand und schrieb Passagen um, strich ganze Seite. Sicherlich, es schmerzte all diese müsahm zusammen gesuchten Worte über den Seitenrand zu werfen, aber nach einigen Stunden und einigen leeren Rotstiften weniger, las ich mir das Endegebnis durch – und ich war total zufrieden.

Die langweilige Biografie über den Hobbydetektive Willi ist zu der fetzigen Geschichte geworden, die ich auch geplant hatte.
Also verzagt nicht, wenn ihr merkt, dass euer Buch nur eine Biografie des erdachten Charakters ist und nur von Zahnpasta erzählt. Nehmt euch ein Herz, eine Portion Mut, jede Menge Rotstifte und streicht, was nicht zur Geschichte gehört!

Viele liebe Grüße, Epi.



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