EPIDU Social Media Influencer Marketing | Interview: Hannah Siebern
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Interview: Hannah Siebern

Interview: Hannah Siebern

Im Rahmen der EPIDU-Promo-Reihe haben wir euch bereits den Roman „Fate“ vorgestellt und ihr konntet auch etwas über die Autorin Hannah Siebern lesen. Im Interview hat sie uns Fragen über sich und ihr Buch beantwortet:

Was hat dich zu deinem Werk inspiriert? Woher nimmst du deine Ideen?

Ich führe ein ziemlich chaotisches Leben mit einer liebevoll verrückten Familie und guten Freunden. Allerdings gab es vor einiger Zeit ein paar Ereignisse, die mich ziemlich aus der Bahn geworfen haben.  Damals hat mir das Schreiben geholfen, mein Leben wieder neu zu sortieren. Das Werk „Fate“ wurde auch nachhaltig von meiner letzten Beziehung beeinflusst, was sich vor allem in der Idee der „Verbindung“ in dem Buch zeigt, durch die es den Partnern unmöglich ist, einander zu verletzen. Vermutlich ist es genau das, was ich mir für mich selber wünschen würde.

Identifizierst du dich mit einem oder mehreren deiner Charaktere?

Ich identifiziere mich auf jeden Fall mit mehreren meiner Charaktere, aber insbesondere mit den beiden Hauptdarstellern. Mit Kathleen, weil sie völlig unverhofft in eine ganz neue Situation gerät und mit Jason, weil ich das Gefühl kenne, zwischen den Stühlen zu stehen und nicht zu wissen, für welche Seite ich mich entscheiden soll.

Wer darf einen neuen Text von dir zuerst lesen? Und warum?

Meine beste Freundin Lisa, weil sie einfach gnadenlos ehrlich ist. Wenn ihr etwas nicht gefällt, dann sagt sie es mir. Dabei ist sie aber feinfühlig genug, die Wahrheit in nette Worte zu packen. Außerdem kritisiert sie nie allgemein, sondern partiell und konstruktiv. Hinzu kommt, dass sie mir auch hilft die Stellen, die sie bemängelt, zu verbessern. Sie ist also im Prinzip meine ganz private Lektorin

Warum oder wie hast du angefangen zu schreiben? Gibt es ein Schlüsselerlebnis?

Geschichten denke ich mir eigentlich schon aus, solange ich mich zurückerinnern kann. Mein Vater war ein sehr begabter Erzähler und hat mir und meinen Brüdern oft vor dem Einschlafen noch selbst erfundene Märchen erzählt. Sobald ich dann in der Schule das schreiben selbst gelernt hatte, fing ich sofort an, meine Gedanken zu Papier zu bringen. Die Geschichten sind dann nur mit der Zeit immer länger geworden.

Was bedeutet es für dich, zu schreiben bzw. Autorin zu sein?

Das Schreiben gehört zu meinem Leben irgendwie einfach dazu. So, wie andere Menschen jeden morgen Kaffee brauchen, habe ich manchmal das unheimlich dringende Bedürfnis zu schreiben. Besonders schlimm ist es, wenn ich gerade mitten in einer Story drin bin und dann keine Zeit zum Schreiben habe, weil so viele andere Dinge erledigt werden müssen. Das kann ziemlich frustrierend sein.

Beeinflusst dein Leben deine Stories oder nehmen deine Werke Einfluss auf dein Leben?

Beides. In meinen Werken steckt auf jeden Fall immer ein Teil von mir. Eigene Erfahrungen und Lebensweisheiten fließen automatisch mit ein. Andererseits beeinträchtigt das Schreiben aber auch stark meine sozialen Kontakte, da ich manchmal tagelang kaum ansprechbar bin, wenn ich gerade an einer wichtigen Stelle bin. Solche Phasen müssen meine Familie und meine Freunde dann ertragen.

Hast du schriftstellerische Vorbilder?

Ich bewundere Autoren wie Dan Brown, Stieg Larsson und Simon Beckett, weil sie unheimlich viel Fachwissen in ihre Bücher mit einfließen lassen, ohne dass das Werk dadurch langweilig wird. Meine Faszination gilt aber den Fantasy Romanen. Mein erstes komplettes Buch war eine eigene Fortsetzung der Twilight Saga von Stephenie Meyer, die von meinen Freunden mit Begeisterung gelesen wurde. Das hat mich dann auch dazu motiviert, etwas Eigenes in dieser Richtung zu schreiben.

Wo holst du dir Anregungen für das Schreiben?

Überall. Bücher, Filme, Musik, Erzählungen und natürlich auch im wahren Leben.

Was macht dein Buch „Fate – Die Dieneraufstände“ so lesenswert?

Fate ist meiner Meinung nach etwas Besonderes, weil es kein typischer Vampirroman ist. Es geht nicht um die Problematik zwischen Mensch und Vampir, sondern um die Herrschaftsstruktur innerhalb der Vampirwelt. In Fate gibt es verschiedene Vampirarten und das ruft natürlich einige Probleme hervor. Es geht in der Geschichte um Vorurteile und die Angst vor Neuem, um Ungerechtigkeit und Stigmatisierung. Dinge, denen man auch im wahren Leben immer wieder begegnet. Ich glaube, dass das Buch sehr lesenswert ist, weil es Abenteuer, Spannung und prickelnde Gefühle miteinander mischt ohne allzu sehr in irgendwelche Klischees abzurutschen. Meine Privatlektorin hat es tatsächlich geschafft das ganze Buch innerhalb von 2 Tagen durchzulesen. Und das, obwohl sie immer wieder Pausen machen musste, um mich auf Rechtschreibfehler oder ungelungene Formulierungen hinzuweisen. Eine solche Rekordzeit ist eigentlich immer das größte Kompliment für mich.

Die Protagonistin Kathleen Brown wird durch unvorhersehbare Ereignisse aus ihrem perfekten Leben geworfen. Was ist deine Moral: Ist das perfekte Leben eine Illusion? Oder folgen solche Ereignisse einem tieferen Sinn?

Meiner Meinung nach gibt es das perfekte Leben nicht, genausowenig wie den perfekten Partner oder den perfekten Job. Aber das darf uns nicht dazu verleiten, den Kopf in den Sand zu stecken und zu resignieren. Im Leben läuft nun mal nicht immer alles nach Plan und deswegen ist es wichtig, dass man immer das Beste aus jeder Situation macht. Optimismus ist meiner Meinung nach das wichtigste im Leben, egal ob das eigene Dasein einem tieferen Sinn folgt oder nicht. Denn am Ende zählt nie, wie lange man gelebt hat oder wieviel Geld man verdient hat, sondern dass man mit seinem Leben zufrieden gewesen ist.

Dein Wort an das Publikum

Ich hoffe, dass ihr es genauso genießen werdet mein Buch zu lesen, wie ich es genossen habe es zu schreiben. In jedem Stück das man schreibt bleibt immer auch ein wenig von einem selber zurück und der Traum eines jeden Autors ist es, dass seine Werke ihn selbst überdauern. Am schönsten ist es immer, wenn man als Leser aus einem Buch etwas für das eigene Leben mitnehmen kann und das Werk nicht so schnell wieder vergisst. Denn erst, wenn das eigene Buch aus der Masse an Literatur heraussticht, hat man als Autor das eigentliche Ziel wirklich erreicht. Ich weiß, dass ich noch einen langen Weg vor mir habe und freue mich daher immer über Anregungen und konstruktive Kritik. Das wichtigste ist mir aber, dass meine Bücher überhaupt gelesen werden, denn nur so kann ich das, was sich sonst nur in meinem Kopf abspielt, teilen. Und genau darum geht es doch beim Schreiben, oder?



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